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Black Stain

Bei Kindern und Jugendlichen kommt mit einer Häufigkeit von bis zu 10% ein schwarzer, stark haftender Zahnbelag bis ins Pubertätsalter vor. Oft sind die Zähne von diesem Belag, Black Stain genannt, grossflächig bedeckt. Die Ursache sind chromogenetische Bakterien, die nicht in das Kariesgeschehen eingreifen.

Gross ist der Leidensdruck dieser Kinder. Meine subjektiven Eindrücke zu diesem Erscheinungsbild sind:

  • Kinder mit Black Stain haben unterdurchschnittlich viel Karies.
  • Bei diesen Kindern ist wenig "Druck auf der Zahnbürste " beim Zähneputzen.
  • Die Beläge sind oft familiär verbreitet, und "übertragbar"
  • Die Zahnmorphologie bei diesen Kindern ist oft stark zerklüftet.
  • Nach einer Zahnreinigung scheinen die Beläge sehr schnell wieder aufzutreten.
  • Die stärksten Verfärbungen sind gingivanahe.

Bei mir in der Praxis hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

Die Beläge werden so vollständig wie möglich entfernt. Jede Grube und Fissur wird mit der Ultraschallspitze gereinigt. Die Zahnoberfläche wird mit rauher (Nupro) und anschliessend feiner (Superpolish) Paste gereinigt. Danach putzen die Kinder für eine Woche nur noch mit der Zahnpasta Glister (Amway , Europa, Zaventem Belgien), in der Schweiz im merchandising-system vertrieben) und spülen mit Meridol nach dem Zähneputzen. Im Weiteren wird mit der gewohnten Zahnpasta geputzt, und Glyster wird nur noch einmal in der Woche verwendet. Die Meridol- Spülungen werden vier Wochen fortgesetzt.

Die Beläge rezidivieren deutlich weniger und treten sehr oft nur noch ganz schwach auf. Eine Wiederholung der Prozedur beendet dann häufig bei den Patienten die Belastung durch die Beläge.

Richard Steffen