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Reglement und Bestimmungen zur Erlangung und Aufrechterhaltung eines Weiterbildungsausweises SVK/SSO in Kinderzahnmedizin

Zur sprachlichen Vereinfachung wird in diesem Reglement für Personen stets die männliche Form verwendet. Diese bezieht sich gleichermassen auch auf Frauen.

Die Schweizerische Vereinigung für Kinderzahnmedizin wird im Text jeweils mit SVK, und die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft mit SSO abgekürzt.

Art. 1 Einleitung und Definition

Die Schweizerische Vereinigung für Kinderzahnmedizin (SVK) ist bestrebt, allen Kindern und Jugendlichen, vom Säuglingsalter bis Ende Adoleszenz, eine adäquate zahnmedizinische Betreuung zu ermöglichen.

Sie fördert eine interdisziplinäre Weiterbildung, welche die Behandlung von Karies und deren Prävention sowie die Behandlung und Betreuung von Erkrankungen der oralen Strukturen, von ernsthaften Störungen der dentalen Entwicklung, von oralen Begleiterscheinungen bei (schweren) Allgemeinerkrankungen, von komplexen dentoalveolären Traumata, von mangelhaft kooperierenden Patienten und von Patienten mit anderen erschwerenden Begleitbedingungen beinhaltet. Die Weiterbildung verbindet fundiertes zahnmedizinisches Wissen und Können mit medizinischen, psychologischen, pädagogischen und sozialen Kenntnissen. Ebenso ist es eine Besonderheit der Weiterbildung, dass die psychische und physische Entwicklung des Heranwachsenden als Voraussetzung für eine adäquate Behandlung und Betreuung berücksichtigt werden müssen.

Art. 2 Ziel

Die Ausbildung zum Zahnarzt mit Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin führt zu vertieften Kenntnissen der Faktoren, welche Entwicklung, Verhalten, und Bedürfnisse des Heranwachsenden beeinflussen. Das Weiterbildungsprogramm vermittelt umfassendes Wissen und Fähigkeiten auf allen Gebieten, welche die Behandlung von Kindern und Jugendlichen betreffen, insbesondere bei Patienten mit erschwerenden Bedingungen.

Der weitergebildete Zahnarzt in Kinderzahnmedizin engagiert sich in verschiedenster Weise auf dem Fachgebiet und gibt sein Wissen weiter.

Art. 3 Voraussetzungen zur strukturierten Weiterbildung

Das eidgenössische Diplom als Zahnarzt oder gleichwertiges ausländisches Diplom, sofern mit dem betreffenden Staat ein Gegenrecht besteht.

A Weiterbildungsstruktur

Die strukturierte Weiterbildung dauert drei Jahre. Sie erfolgt in einem von der SVK definierten Programm. Die Weiterbildung muss hauptsächlich an einer Weiterbildungsstätte (B) absolviert werden, an der ein von der SVK anerkannter Programmleiter (C) zur Verfügung steht und ein Weiterbildungsprogramm (D) gemäss den Anforderungen der SVK gewährleistet ist.

Mindestdauer von Weiterbildungsperioden/Absenzen:

Anrechenbar sind nur zusammenhängende Perioden von mindestens 6 Monaten Dauer an der gleichen Ausbildungsstätte.

Die Mindestdauer der Weiterbildungsperioden gilt für Vollzeitanstellungen (mindestens 32 Stunden pro Woche). Bei Teilzeitanstellungen verlängert sich die Mindestdauer dem Beschäftigungsgrad entsprechend. Weiterbildungsperioden, die in einem Beschäftigungsverhältnis unter 40% (weniger als 16 Stunden pro Woche) absolviert wurden, können nicht angerechnet werden.

In der vorgeschriebenen Mindestdauer der gesamten Weiterbildungszeit sind die gesetzlichen Ferien inbegriffen. Ebenfalls inbegriffen sind Abwesenheit infolge Militärdienst, Unfall, Mutterschaftsurlaub und Krankheit, sofern sie das Mass von 8 Wochen pro Jahr nicht überschreiten. Länger dauernde Abwesenheiten werden nicht als anrechenbare Weiterbildungsperioden behandelt.

B Weiterbildungsstätten

Als Weiterbildungsstätten gelten die Kliniken und Abteilungen der vier Schweizerischen zahnärztlichen Zentren, denen die universitäre Lehrverpflichtung für Kinderzahnmedizin übertragen ist, sofern sie über ein von der SVK anerkanntes Programm verfügen. Darüber hinaus kann die Fachkommission der SVK mit dreiviertel Mehrheit Ausbildungsstätten anerkennen, in welchen der Programmleiter die Anforderungen gemäss Absatz C erfüllt. Maximal ein Drittel des im Programm vorgesehenen Zeitaufwandes für Behandlungen kann in einer Privatpraxis für Pädiatrische Zahnmedizin oder an einer Schulzahnklinik erfolgen. Diese arbeiten eng mit dem Programmleiter zusammen und erfüllen von ihm genannte Kriterien.

Die Anerkennung von Weiterbildungsstätten wird von der SVK der SSO mitgeteilt, welche diese dem Antragssteller formell unter Hinweis auf die Einsprachekommission (Art.6) eröffnet.

C Weiterbildungsprogrammleiter

Der Programmleiter der strukturierten Weiterbildung in Kinderzahnmedizin

  • muss in der Lage sein die in D erwähnte Lehrverantwortung akademisch und zeitlich zu übernehmen
  • garantiert die regelmässige Durchführung von Veranstaltungen auf dem Nachdiplomniveau und ermöglicht dem Kandidaten die Teilnahme an solchen
  • bestätigt am Schluss der Ausbildung die klinische Kompetenz des Bewerbers
  • fördert die Forschungstätigkeit des Kandidaten und die Publikation der Ergebnisse
  • ist ein anerkannt kompetenter Kliniker in Kinderzahnmedizin

D Weiterbildungsprogramm

D 1 Weiterbildungsziele

Der Zahnarzt mit Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin muss

  • umfassende Kenntnisse in allen Bereichen der Kinderzahnmedizin und in deren Grenzgebieten haben
  • praktische Fähigkeiten zur zahnärztlichen Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit komplexen Fragestellungen und erschwerenden Bedingungen beherrschen
  • bereit sein, seine berufliche Tätigkeit an den Bedürfnissen der Bevölkerung zu orientieren
  • Verantwortung gegenüber Patienten- und Kollegenschaft und sich selber gegenüber wahrnehmen
  • über fundierte Kenntnisse der fachspezifischen Literatur verfügen
  • fähig sein, Wissen zu vermitteln

D 2 Stoffkatalog

Grundlagen

Die Weiterbildung vermittelt Wissen und Können für die klinische Tätigkeit und fördert die kritische Evaluation der Fachliteratur. Die Lehrveranstaltungen (Seminare, Kurse, Pflichtliteratur etc.) finden während des ganzen akademischen Jahres regelmässig nach Plan statt, darüber wird durch den Kandidaten Buch geführt. Die Lehrveranstaltungen können auch gesamtschweizerisch zentral offeriert werden.

Allgemeiner Inhalt
  • Ergonomie, auch unter erschwerten Bedingungen
  • Berufsethik
  • Einrichtung und Organisation der kinderzahnärztlichen Praxis
  • Qualitätssicherung
  • Statistik
Spezifischer Inhalt
  • Wachstum und Entwicklung, kongenitale Pathologien
  • Anamnese, Befund, Diagnostik, Behandlungsplanung, wobei jeweils das Alter, die Kooperationsmöglichkeiten, das soziale Umfeld und die speziellen Betreuungs- anforderungen zu berücksichtigen sind
  • Verhaltensmanagement, Sedation, Totalanästhesie
  • Prävention: Individuelle, altersabhängige Präventionsprogramme, Zahngesundheitserziehung, öffentliche Gesundheit, Schulzahnpflege
  • Konservierende Behandlung: Techniken der Füllungstherapie, Wahl des Füllungsmaterials, Diagnose, Indikation und Durchführung endodontischer Therapien
  • Kieferorthopädie: Aetiologie und Diagnostik der Malokklusionen, Kieferorthopädische Techniken
  • Traumatologie: Prävention, Diagnostik und Therapie dentoalveolärer Traumata
  • Oralchirurgie, Stomatologie: Orale Manifestationen systemischer Erkrankungen, kleine chirurgische Eingriffe
  • Allgemeinmedizinisch beeinträchtigte und behinderte, sozial benachteiligte Kinder, interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Langzeiterfahrung durch Re-Evaluation und Weiterbetreuung zu sammeln
  • Behandlungssequenzen und -resultate in Gruppen vorzutragen und auftauchende Fragen zu diskutieren

D 3. Forschung

Dem Kandidaten muss Gelegenheit geboten werden Forschung zu betreiben und eigene Forschungsergebnisse zu veröffentlichen.

D 4 Unterricht

Der Kandidat soll während seiner Ausbildungszeit Lehr- und Vortragserfahrung sammeln, in Fachkreisen, wie auch in Schulen, bei Eltern und kinderbetreuenden Berufsgruppen.

D 5 Besuch von Fortbildungsveranstaltungen

Der Kandidat soll die Möglichkeit haben, Fortbildungsveranstaltungen zu besuchen, insbesondere wenn sie im Zusammenhang mit dem Stoffkatalog für die Spezialisierung stehen. Der Besuch der SVK-Fachtagung ist empfohlen.

D 6 Auslandaufenthalte

Austauschprogramme oder Besuche anderer Ausbildungsstätten sind erwünscht.

E Vorzulegende Unterlagen

Der Kandidat hat für die Anmeldung zur Prüfung folgende Unterlagen vorzulegen:

E 1 Allgemeine Unterlagen

  • Curriculum vitae
  • Eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Pädiatrischen Zahnmedizin. Diese Arbeit kann eine Originalarbeit, Übersichtsarbeit, ein Fallbericht, ein Buchbeitrag, eine Dissertation oder ein elektronisches Lehrmittel sein
  • Nachweis einer Weiterbildung gemäss Art. 3 Absätze A, B, C und des vorliegenden Reglements
  • Bestätigung der klinischen Kompetenz durch den Programmleiter
  • Einzahlungsnachweis der Prüfungsgebühr gemäss Gebührenreglement der SSO

E 2 Dokumentationsfälle

Die kasuistische Dokumentation umfasst 10 Fälle.

Die Fälle sollen ein breites Spektrum von Problemstellungen in der Kinderzahnmedizin aufzeigen:

  • Mit der Diagnose, Planung und Behandlungsführung soll sich der Kandidat als zukünftiger Weitergebildeter durch adäquate fachliche Kenntnisse ausweisen.
  • Er soll zeigen, dass er die Möglichkeiten der zum Einsatz gelangenden Mittel kennt und sie angemessen anzuwenden weiss.
  • Der Aufwand soll der Fallproblematik angepasst sein.

Vorlegen einer lückenlosen Dokumentation von Patienten im ganzen Altersspektrum der Kinderzahnmedizin hinsichtlich Anamnese, Befund, Diagnose, Planung, Therapie, Nachbetreuung und Re-Evaluation sowie der Berücksichtigung der ökonomischen und sozialen Verhältnisse. Die dokumentierten Fälle sollen die Vielfalt der Fragestellungen in der Kinderzahnmedizin repräsentieren wie zum Beispiel:

  • Dentale Anomalien und orale Pathologien
  • Patienten mit allgemeinmedizinischen Problemen
  • Patienten mit einem schweren dentoalveolären Trauma
  • Patienten mit hohem Kariesrisiko
  • Behandlungen in Narkose und Sedation

Für die Falldokumentation sind Originale oder Fotokopien der Originale vorzulegen. Röntgenbilder sind im Original zu präsentieren. Es werden aber auch einzelne Dokumente auf elektronischen Datenträgern akzeptiert, sofern der Programmleiter/Supervisor deren Echtheit und Unverfälschtheit bestätigt

Die Dokumentation muss in allen Punkten im richtigen Verhältnis zu Alter und Entwicklung sowie zur Kooperation der Patienten erstellt werden:

  • Allgemeinmedizinische Anamnese
  • Zahnmedizinische Anamnese
  • Risikobeurteilung hinsichtlich Karies, Ernährung, Parodontal-Erkrankung, Erosion und Abrasion, sozio-oekonomischem Umfeld, Recallverhalten
  • Einstellung der Eltern zum Kauorgan des Kindes und zu einer möglicherweise aufwändigen Behandlung
  • Vollständiger klinischer Befund; unerlässlich die extraorale Befundung, äussere Verletzungen, allgemeine Entwicklungsabweichung, Anomalien, Verhaltensmuster
  • Beurteilung der Mundhygiene, der Mundschleimhäute inkl. Gingiva und ev. intraoraler Verletzungen, des Zahnstatus, allenfalls Vitalität und Fistelbildung, der Risikofaktoren
  • Adäquater, röntgenologischer Befund. Die Qualität der Aufnahmen wird beurteilt. Alle röntgenologischen Befunde von diagnostischer Bedeutung sind zu beschreiben
  • Adäquater Fotostatus. Detailaufnahmen spezieller Befunde sowie Fotografien, die während der Therapie angefertigt worden sind, sind wünschenswert
  • Modelle sind nur in speziellen Fällen vorzulegen, z.B. bei ausgeprägten Zahnstellungs- und Kieferanomalien, bei vorhandenen orthodontischen Apparaturen und schweren Funktionsstörungen
  • Eine sowohl allgemeine, wie auch auf den Einzelzahn bezogene Diagnose
  • Erläuterung der Ursachen der Erkrankung (Ätiologie) und Beurteilung, der den Therapieverlauf und die Prognose beeinflussenden Faktoren
  • Eingehende Beschreibung der aufgrund der Ätiologie, der Befundaufnahme, der Diagnose, der Risikoanalyse, von Alter und Entwicklung, der Kooperations- bereitschaft und der sozio-oekonomischen Überlegungen vorgenommenen Therapie
  • Detaillierte Beschreibung der durchgeführten Therapien, Neubeurteilung des Falles mindestens ½ Jahr nach der Initialbehandlung, Dokumentation der Neubeurteilung durch adäquaten Zwischenbefund und Fotos
  • Auflistung des Zeitaufwandes für die durchgeführten Therapien
  • Erstellung des Schlussbefundes nach den gleichen Unterlagen wie der Anfangsbefund. Der Behandlungserfolg oder -misserfolg und die weitere Betreuung sind in einer Epikrise zu diskutieren
  • Dokumentation des Spätbefundes von vier geforderten Fällen nach einem und zwei Jahren

Alle Fälle müssen funktionell und ästhetisch ein gutes Resultat aufweisen. Ausnahmen sind zulässig, sofern sie hinreichend begründet werden können, vor allem aufgrund des Anfangsbefundes und der therapeutischen Möglichkeiten im betreffenden Fall.

Alle Fälle müssen vom Kandidaten geplant und behandelt worden sein. Unter dieser Voraussetzung können sie dem Krankengut einer zahnärztlichen Universitätsklinik, einer Schulzahnklinik oder einer Privatpraxis entnommen werden.

Art. 4 Zulassung zur Prüfung

Bewerbungen für den Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin sind mit den erforderlichen Unterlagen mindestens 3 Monate vor dem Prüfungstermin dem Präsidenten SVK einzureichen. Prüfungstermine werden jeweils publiziert. Nach der Beurteilung der Dokumente durch die Prüfungskommission lädt diese den Kandidaten zum Prüfungskolloquium ein.

Erfolgt die Ablehnung eines Gesuchs aufgrund fehlender Unterlagen oder von Mängeln in der Dokumentation, kann unter Vorlegen des vervollständigten Dossiers respektiv einer verbesserten Kasuistik ein zweites, zugleich letztes Gesuch eingereicht werden.

Eine allfällige Einsprache gegen die definitive Ablehnung richtet sich nach Art. 6 dieses Reglements.

Art. 5 Prüfungsverfahren, Prüfungskommission

Die Prüfungskommission besteht aus 10 Mitgliedern und wird von der Fachkommission gewählt. Die Mitglieder der Prüfungskommission wählen ihren Präsidenten.

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern und konstituiert sich aus der Prüfungskommission. Der Programmleiter des Kandidaten darf nicht Mitglied des Ausschusses sein. Die Mitglieder repräsentieren wenn möglich die folgenden kinderzahnmedizinischen Tätigkeitsbereiche:

  • tätige Universitätsvertreter
  • weitergebildete Privatpraktiker
  • Schulzahnklinikleiter

Die Prüfung wird in folgenden Teilen durchgeführt.

  • Im ersten Teil präsentiert der Kandidat die Anamnese, Befundaufnahme, Diagnostik, Planung und durchgeführte Behandlung eines vom Prüfungsausschuss ausgewählten Patienten.
  • In einem zweiten Teil sollen dem Kandidaten Fragen aus dem gesamten Fachgebiet der Pädiatrischen Zahnmedizin gestellt werden (Expertengespräch).
  • Beurteilung der gesamten Kasuistik durch die Prüfungsausschuss

Auf Antrag empfiehlt der Vorstand SVK der SSO den Kandidaten zum Zahnarzt mit Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin zu ernennen. Dem Kandidaten wird von der SSO eine entsprechende Urkunde überreicht.

Die Prüfung kann ein Mal wiederholt werden.

Art. 6 Einsprache

Eine Einsprache ist möglich gegen folgende Punkte:

  • Anerkennung bzw. Aberkennung der Weiterbildung in Kinderzahnmedizin SSO
  • Die anrechenbare Zeit von Weiterbildungsperioden
  • Die Zulassung zur Schlussprüfung
  • Das Bestehen der Schlussprüfung
  • Die Anerkennung von Weiterbildungsstätten

Im Fall eines ablehnenden Entscheids der Prüfungskommission SVK eröffnet der Sekretär der SSO dem Kandidaten den negativen Bescheid. Der Kandidat kann die Verfügung der SSO über das Bestehen bzw. Nicht-Bestehen einer Prüfung innerhalb von 30 Tagen bei der Einsprachekommission Weiterbildung der SSO (EKW) gemäss dem "Reglement über die Einsprachekommission Weiterbildung der SSO" (REGEKW) anfechten.

Nach Ablauf der Einsprachefrist von 30 Tagen werden dem Kandidaten die eingereichten Unterlagen zurückgeschickt. Tonbandaufzeichnungen des Prüfungskolloquiums werden nach Ablauf dieser Frist gelöscht. Eine Wiederholung der mündlichen Prüfung ist nur einmal möglich. Im Krankheitsfall am Prüfungstermin ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

Art. 7 Aufrechterhaltung des Weiterbildungstitels

Die Bedingungen gelten als erfüllt, wenn der Zahnarzt mit Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin innerhalb von jeweils 4 Jahren 100 Stunden kinderzahnmedizin- spezifische Weiterbildung vorweisen kann.

Diese Stunden können auch durch folgende Aktivitäten erlangt werden:

  • als Referent bei einem kinderzahnmedizinischen Kongress
    (10 Stunden pro Vortrag)
  • Aktivität als Konsiliarius / Instruktor / Kursleiter auf dem Gebiet der Kinderzahnmedizin
    (10 Stunden pro Jahr)
  • Bekleidung eines Amt im Vorstand oder in der Fachkommission der SVK
    (5 Stunden pro Jahr)
  • Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Publikation aus dem Gebiet der Kinderzahnmedizin in einer Zeitschrift mit Begutachter-Verfahren
    (25 Stunden pro Publikation)

Jede Person, welche den Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin erlangt hat, muss nach 4 Jahren der Fachkommission SVK Rechenschaft über die Erfüllung der oben aufgeführten Bedingungen abgeben.

Art. 8 Veröffentlichung der Liste der Zahnärzte mit Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin

Die Namen der Zahnärzte mit Weiterbildungsausweis SSO in Kinderzahnmedizin werden jährlich durch die SSO veröffentlicht. Das Register steht allen Interessierten auf der SVK- und der SSO-Homepage zur Verfügung.

Art. 9 Erlass, Reglementsänderungen

Reglementsänderungen bedürfen einer dreiviertel Mehrheit der Fachkommission SVK sowie die Genehmigung durch die SSO. Änderungen der Richtlinien für die Falldokumentation liegen in der Kompetenz der Fachkommission SVK und werden dem Vorstand der SVK zur Genehmigung vorgelegt.

Art. 10 Inkrafttreten

Das Reglement zur Erlangung und Aufrechterhaltung eines Weiterbildungsausweises SSO in Kinderzahnmedizin wurde durch die SVK vom 22. Januar 2004 genehmigt.

Die nun verlangten Änderungen wurden an der Generalversammlung der SVK vom 24. März 2007 angesagt und sind am 29.8.2007 von der Fachkommission angenommen worden.

Die Genehmigung des Reglements obliegt dem Vorstand der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO.

Er hat dieses Reglement am 21. Januar 2009 genehmigt. Es tritt rückwirkend auf den 1. Januar 2009 in Kraft.

Art. 11 Schlussbestimmungen

Bei Fragestellungen über die Auslegung des Reglements entscheidet die Fach- kommission der Schweizerischen Vereinigung für Kinderzahnmedizin SVK.

Bei Unstimmigkeiten aufgrund der Übersetzung dieses Reglements in andere Sprachen ist die deutsche Originalfassung massgebend.

In Streitfällen wird die Angelegenheit durch den Vorstand SVK gemäss Art. 6 an die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO weitergeleitet.